2. Beginn der Kreuzzüge

Dreihundert Jahre war Jerusalem in der Obhut von Byzanz eine christliche Stadt.

637 fiel das Heilige Land beim ersten Ansturm in die Hände des Islam. Die abbasidischen Kalifen legten aber bis in das 10. Jahrhundert den Pilgerfahrten keine Hindernisse in den Weg. Erst als die türkischen Seldschuken 1077 die Herrschaft übernahmen und fast das ganze byzantinische Kleinasien in ihren Besitz brachten, wurde der Pilgerweg zu den heiligen Stätten unterbrochen.

Der Islam drohte das Christentum von seiner Geburtsstätte zu verdrängen.

Als Papst Urban II. sich im Jahre 1095 zum Kreuzzug entschloß, hoffte er durch eine Befreiung des Heiligen Landes mit Hilfe der abendländischen Fürsten ein politisches Schwergewicht bei den seit langem schwebenden Unionsverhandlungen mit der griechischen Kirche in die Hand zu bekommen. Papst Urban II. lud zum Konzil nach Clermont.

Dort hielt er am 27. November 1095 eine Rede, die die damalige Zeit bewegte.