1099 – Gründung

1099

Im ersten Kreuzzug wird Jerusalem von den christlichen Kreuzfahrern eingenommen und Gottfried von Bouillon wird zum Beschützer des Heiligen Grabes gewählt. Das christliche Königreich Jerusalem wird errichtet. Der Kreuzzugsteilnehmer Jehan de Vezeley wird als Johannes von Jerusalem Einsiedler in der Wüste, schreibt später seine Prophezeiungen und wird einer der ersten Templer…

1119

Hugo von Payens bildet mit neun Gefährten eine Gruppe, die sich dem Pilgerschutz widmen will. Sie nehmen Quartier in der Nähe des alten israelitischen Tempels, wovon sich auch ihr späterer Name ableitet und beginnen erstmal dort unauffällig, aber ausgiebig, zu graben. Sie scheinen auch etwas gefunden zu haben, was ist nicht bekannt, aber es muß etwas ganz besonderes gewesen sein, evtl. auch Unterlagen die das Zeitalter der Gotik einleiteten…

1128

Hugo von Payens reist daraufhin durch Europa und wirbt erfolgreich Ritter an. Er erhält die päpstliche Anerkennung als Orden. Der heilige Bernhard von Clairvaux wird Unterstützer und Fürsprecher dieser neuen Ritterschaft, die zu einem militärischen Mönchsorden wird, gefürchtet, erfolgreich, nur dem Papst unterstellt und mit der Zeit unermeßlich reich….Wegen seines hohen Blutzolls im Kampf um das Heilige Land bricht der Templerorden schon früh mit dem Adelsprivileg und nimmt auch nichtadelige Kämpfer in seinen Reihen auf…

Nach fast zwei Jahrhunderten steten Ringens erlahmt in Europa die Kreuzzugsidee, der Nachschub bleibt aus und die Truppen vor Ort im Heiligen Land befinden sich auf verlorenem Posten. Eine Bastion nach der anderen geht an den muselmanischen Feind verloren…

1289

Der Endkampf beginnt. Sultan Kalawun erobert Tripolis. Diese Eroberung ruft in Europa Entsetzen hervor, aber dem Kreuzzugsaufruf von Papst Nikolaus I. folgt kein Herrscher. Lediglich in der Lombardei und der Toskana sammelt sich eine Schar Habenichtse, die unter dem Befehl des Bischofs von Tripolis nach Akkon fahren. Dort kommt es zu einem Gemetzel mit Mohammedanern. Sultan Kalawun verlangt die Auslieferung der Täter, aber Akkon weigert sich, sodaß der Sultan einen Rachefeldzug beschließt, aber darüber zum Ende des Jahres stirbt.

1291

Sultan el-Aschraf Kalil beginnt am 6. April die Belagerung von Akkon, das am 28. Mai eingenommen wird. Der Rest Palästinas wird kampflos geräumt. Am 19. Mai ergibt sich Tyros und am 14. Juni Sidon. Beirut ist am 31. Juli geräumt. Am 2. und 4. August verlassen die Templer die Stützpunkte Tortosa und Pèlerin – damit ist das Festland geräumt. Die Templer halten die fast wasserlose Insel Aruad vor Tortosa noch bis 1302, geben sie dann aber auf.

Das Heilige Land war wieder an die Muslime verloren gegangen und der Orden konnte somit seine Hauptaufgabe, den Schutz der heiligen Stätten und der Pilger nicht mehr wahrnehmen – er schien überflüssig geworden zu sein.