1312 – Suspension

(Bestrafung/Auflösung)

1312

In der Bulle Vox in excelso vom 22. März verkündet Papst Clemens V. auf dem Konzil von Vienne, daß der Templerorden aufgelöst ist “durch ein unverletzliches und immerwährendes Dekret”. Schwerwiegende, schmachvolle Anschuldigungen seien, so heißt es dort, gegen den Orden erhoben worden, die man nicht mehr in Schranken halten könne, solange der Orden noch existiere… Das Eigentum des Templerordens wurde dem Johanniterorden übertragen. Freigebliebene Tempelritter zogen sich auf die iberische Halbinsel zurück und gründeten den Christusritterorden…

1314

Am 18. März werden der Großmeister Jacques de Molay sowie der Präzeptor der Normandie, Geoffrey de Charnay, auf der Seine-Insel auf Befehl des französischen Königs verbrannt. Hier endet der historisch sicher belegte Teil der Templergeschichte.

1324

Laut ungesicherter Berichte, sammelt der von Jacques de Molay kurz vor seinem Martyrium zum 24. Großmeister ernannte Komtur Jean-Marc Larmenius die versprengten Reste des Templerordens, führt den Orden im Geheimen weiter und bestimmt im Jahre 1324 Theobald von Alexandria zu seinem Nachfolger im Amt des Großmeisters und übergibt die Übertragungsurkunde dem versammelten Generalkonvent. Dieses bis heute erhaltene Dokument bildet als sogenannte “Larmenius-Charta” die Grundlage für die Fortführung des Ordens in den nächsten Jahrhunderten. So überdauerte die Ordensidee im Verborgenen.