Obr. Carl Erdmann Fürst zu Carolath-Beuthen zum Thema “Ökumene”

Alle reden über die Ökumene, aber nur wenige christliche Laien wissen, zu was sie sich verpflichtet haben, als sie sich verpflichteten für die Ökumene einzutreten.

Ökumene kann nur bedeuten:

Einheit in der Vielfalt.

Die Bedenken, daß Ökumene in das Illusorische gedanklich abgleitet sind nicht unberechtigt. Immerhin sind in dem ökumenischen Rat 378 christliche Kirchen vertreten, in dem die römisch katholische Kirche keinen Sitz sondern nur einen Beobachter Status hat. Wenn die meisten europäischen Christen an Ökumene denken, so denken sie nur rund 500 Jahre zurück, an Martin Luther. Martin Luther wollte die römisch katholische Kirche nicht spalten. Er wollte nur Missstände beseitigen. Durch diese einseitige Abgrenzung wurden erst die eigentlichen Probleme geschaffen.

Wir Templer können aber nicht nur 500 Jahre zurück denken und weitere 400 Jahre bis zu den Tempel-Rittern, die ein anderes Weltbild hatten als wir. Zu ihrer Zeit war die Erde noch eine  Scheibe und man begann die Ozeane zu erkunden. Wir haben den Mond besucht und sind dabei das Universum zu erforschen. – Wir müssen rund 1700 Jahre zurück gehen, um zu den Wurzeln der Ökumene zu kommen. Uns erscheint die Rechtfertigungslehre und das Abendmahl das größte Hindernis für die Ökumene zu sein. Ein viel schwerwiegenderes Problem ist jedoch zum Beispiel die Trinität (Dreifaltigkeit). Diese hat schon die ersten ökumenischen Konzile 325 zu Nikaia und 381 zu Konstantinopel beschäftigt. Von 399 bis 414 hat Augustin in 15 Büchern versucht, in seinen „Confessiones” das neuplatonische und das biblische Gottesverständnis zusammen zu denken. Gott ist für Augustin, neuplatonisch verstanden, das höchste Gut, die Wahrheit und Schönheit, das  ewige Licht, das unendliche Sein, und doch zugleich biblisch gesehen, das persönliche DU, das anredet und das angeredet werden darf. Für Augustin ist Gott zutiefst Liebe. Ausgangspunkt seiner Lehre ist die göttliche Natur, die für ihn das Prinzip der Einheit für Vater, Sohn und Heiliger Geist ist Nach außen tritt für ihn diese Unterscheidung nicht in Erscheinung. Ihm geht es vielmehr darum, wie eine Dreiheit unter philosophisch-theologischen Voraussetzungen überhaupt möglich ist. Gott ist für ihn das Urbild des Menschen, weil der Mensch……

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